Via Appia

Circus des Maxentius

An der Via Appia kann man den riesigen Circus des Maxentius und das Grab des Romolus besichtigen.

Anfang des vierten Jahrhunderts war das Römische Reich unter vier Kaisern aufgeteilt. Vier Kaiser die in Trier und Mailand, in Syrien und der heutigen Türkei residierten. Da die Römer befürchteten, dass ihnen nun auch noch die letzten Hauptstadtfunktionen verloren gehen könnten, erhob die Prätorianergarde den Sohn von Kaiser Maximian, Maxentius, am 28. Oktober 306 n.Chr. zu ihrem Herrscher.

Lageplan des Circus des Maxentius
Lageplan

Doch die drei anderen Kaiser erkannten ihn nicht an. Es brach schnell ein Kampf um die Vorherrschaft aus. In der unübersichtlichen Lage sollte sich schließlich Konstantin durchsetzen, der 324 zum Alleinherrscher des Reichs aufstieg. Bereits 312 jedoch besiegte er Maxentius in der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke. Ausgerechnet am Tag seines sechsten Thronjubiläums stürzte Maxentius dabei in den Tiber und ertrank. Maxentius war der letzte Kaiser der in Rom residierte und das letzte große Bauprogramm der Antike initiierte. Am Forum Romanum kündet noch seine riesige Basilika davon.

An der Via Appia baute er seine prächtige Residenz. Die Reste der zentralen Aula ragen noch über die Baumwipfel. Der Palast wird zurzeit noch ausgegraben und ist (noch) nicht zugänglich. Östlich des Palastes ließ der Kaiser einen großen Circus mit den Ausmaßen 531 x 91 m errichten. Mit 10000 Zuschauerplätzen ist er zwar wesentlich kleiner als sein Vorbild, der Circus Maximus, dafür aber auch wesentlich besser erhalten. Er sollte wohl nicht nur für Pferderennen sondern auch für Freiluftaudienzen des Kaisers dienen.

Von der Via Appia sieht man die zwei runden Ecktürme zwischen denen die Carceres, die Boxen aus denen die Pferdewagen starteten, lagen. Wenn wir an den Resten der Zuschauertribünen entlang wandern, können wir uns gut vorstellen, wie tausende Fans ihren favorisierten Wagenlenker anfeuerten. Die Kaisertribüne hatte einen direkten Zugang zum Palast. In der Mitte ist noch gut die Spina, die Mauer die die Bahnen trennte, zu sehen. Hier wurde einst der Obelisk aufgestellt, der 1650 von Bernini auf die Piazza Navona versetzt wurde.

Rekonstruktionsversuch des Grabmals des Romolus
Rekonstruktionsversuch des Grabmals des Romolus

Am Rande der Anlage direkt an der Via Appia ließ der Kaiser eine gewaltige Grabanlage für seine Familie bauen. In einem quadratischen Pfeilerumgang stand das Grabmal, das wahrscheinlich dem Pantheon sehr ähnlich war. Erhalten ist heute nur noch der Unterbau mit der Gruft. Die vielen Nischen zeigen, dass Maxentius hoffte eine Dynastie zu gründen, die lange über Rom herrschen sollte. Doch wahrscheinlich wurde nur sein Sohn Valerius Romulus tatsächlich hier begraben. Maxentius hatte ihn schon frühzeitig zu seinem Nachfolger aufgebaut und muss bestürzt gewesen sein, als er bereits mit 14 Jahren starb.

Maxentius selbst wurde ein würdevolles Begräbnis verwehrt. Konstantin ließ seinem ertrunkenen Rivalen den Kopf abschneiden und auf eine Tournee durch alle wichtigen Städte des Reichs schicken. Den Körper warf man in den Tiber zurück.

Das Grabmal wurde später von Bauern als Schafstall genutzt. An Stelle des Portikus errichteten die Grafen Torlonia, die das Anwesen als letzte besaßen, ein Gasthaus. Der Zirkus und das Grabmal zeigen wir Ihnen gerne im Rahmen einer Führung auf der Via Appia.

Lassen Sie sich ein Angebot für eine Führung machen machen.

 

 

 

 

Buchung und Auskunft unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder Telefon: +39 - 346 - 8533377

Quellen: Seite der Museen in Rom, Bisanzio.it

siehe auch Via Appia, Grab der Scipionen, Grab der Rabirii

 
Grabmal des Romulus mit Casale Torlonia

In der Gruft des Grabmals des Romulus

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.