Piazza di Spagna – autofrei

Seit heute hat Rom eine neue Fußgängerzone mehr, die Piazza di Spagna, der Platz vor der Spanischen Treppe. Damit wird endlich ein Projekt verwirklicht, über das seit 20 Jahren diskutiert und gestritten wird. Dabei war man ja schon fast so weit.

Plan der Piazza di Spagna
Open Street Maps

Seit einigen Jahren dürfen nur Taxis und öffentliche Fahrzeuge über den bei Touristen so beliebten Platz schleichen. Auch wenn das nur sehr wenig Autoverkehr war, es war doch ständiger Verkehr, der störte. Die Taxilobby in Rom ist stark und kämpfte bis zuletzt um jeden Meter, den sie befahren darf.

Die Piazza di Spagna, ein Platz der von zwei unregelmäßigen Dreiecken gebildet wird, die an den Spitzen zusammenlaufen, daher also eigentlich zwei Plätze, hat ihren Namen vom Palazzo di Spagna, der seit dem 17. Jahrhundert die Spanische Botschaft beherbergt. Heute ist es die Botschaft beim Heiligen Stuhl, leicht an der riesigen spanischen Flagge erkennbar.

An der Südseite der Palazzo della Propaganda Fide, an dem die Barockkünstler Bernini und Borromini sich austobten. Berninis Vater wiederum schuf den Brunnen auf dem nördlichen Dreieck, der eine gestrandete Barke darstellt.

Kugel mit französischer Lilie

Berühmtestes Bauwerk jedoch ist die Spanische Treppe, ein Meisterstück das Francesco de Sanctis (1721 – 25), wie einen steinernen Wasserfall, von der Kirche Santa Trinita dei Monti herab plätschern ließ.

Der Bau müsste korrekterweise Französische Treppe heißen, denn er wurde vom König von Frankreich auf französischem Grundstück finanziert. Die Bourbonenlilien auf den Kugeln am Aufgang erinnern daran. Es sind noch mehr Nationen am Platz vertreten. Die Treppe wir an ihrem Fuß von zwei urenglischen Einrichtungen in die Zange genommen. Babington’s Tea Room auf der linken Seite. Im rechten Haus erinnert ein Museum an den 1821 hier verstorbenen Romantiker John Keats. Die deutschen Romantiker trafen sich ein paar Meter weiter im Café Greco.

Im Moment können Touristen die Szenerie des nun autofreien Platzes nur eingeschränkt genießen, da der Barcaccia-Brunnen und die Kirche Santa Trinita dei Monti hinter Gerüsten saniert werden. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sollen auch die Via Condotti, Zentrum des Mode-Roms und 14 weitere Straßen im Viertel bis zur Piazza del Popolo für alle Fahrzeuge gesperrt werden.
Quellen: La Repubblica, Roma Segreta

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Restaurierungsarbeiten an Kirche und Brunnen, August 2014

Giovanni Battista Piranesi, 1778, Piazza di Spagna

 

 

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