Kapitol

Der Kapitolshügel ist der kleinste der sieben Hügel Roms. Er hatte aber immer eine herausragende Bedeutung. Einst stand hier der wichtige Jupitertempel umgeben von zahlreichen anderen Tempeln, heute befindet sich hier das römische Rathaus. Man kann aber noch zahlreiche andere Kunstschätze entdecken. Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise.

Antike Statuen, im Hintergrund Santa Maria in Aracoeli
Antike Statuen, im Hintergrund S. Maria in Aracoeli

Wunderschön ist es am Morgen auf den Kapitolshügel zu steigen. Man schreitet über die Cordonata von Michelangelo hinauf und betritt zwischen den Statuen der Dioskuren den Platz in dessen Mitte Mark Aurel grüßt. Auch für das Aussehen des Kapitolsplatzes ist Michelangelo verantwortlich, der 1534 von Papst Paul III. den Auftrag bekam dem Hügel, einst das Zentrum des antiken Roms, seine Bedeutung wiederzugeben. Eine Lebensaufgabe. Die meisten Elemente, die Michelangelo entwarf, waren bei seinem Tod noch nicht fertig. Als erstes stellte er die antike Statue des Mark Aurel auf. Er gestaltete die Fassade des Senatorenpalastes neu, heute das Rathaus von Rom, und nahm den Konservatorenpalast in Angriff. Dessen Spiegelbild, der Palazzo Nuovo existierte nur in den Skizzen des Meisters. Er wurde erst hundert Jahre später errichtet. Das Sternenmuster wurde sogar erst 1940 auf den Platz gelegt und schmückt heute das italienische 50-Cent-Stück.

Im Konservatorenpalast wurde 1471 das erste öffentliche Museum der Welt eingerichtet. Heute hat es sich in die Nachbarpaläste erweitert und zeigt eine der interessantesten Sammlungen der Stadt von antiken Statuen bis barocken Gemälden. Hier fand aber auch mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge die Geburtsstunde der Europäischen Union statt.

50-Cent-Stück mit der Mark-Aurel-Statue
50-Cent-Stück mit der Mark-Aurel-Statue

Wären wir vor zweitausend Jahren auf den Hügel gestiegen, hätten wir ein ganz anderes Bild vor uns. Zu unserer Rechten stände der riesige Tempel der Kapitolinischen Trias für die Götter Jupiter, Juno und Minerva. Der Legende nach wurde er 509 vor Christus von Marcus Horatius Pulvillus eingeweiht, doch mindestens viermal, zuletzt 80 nach Christus, erneuert. Ihm gegenüber erhob sich die Arx, die Fluchtburg der Römer, mit dem Tempel der Juno Moneta. Im Mittelalter wurde der Tempel der Juno in die Kirche Santa Maria in Aracoeli umgewandelt, deren Besuch wir nicht verpassen sollten. Nicht nur weil hier das römische Christkind wohnt.

Der große Kapitolinische Tempel zerfiel und verschwand im 16. Jahrhundert unter dem Palazzo Caffarelli, der von 1817 bis 1918 erst preußische dann deutsche Botschaft war. Von der Terrasse seines Cafés können wir noch heute einen exklusiven Blick über Rom bis zum Petersdom genießen.

Doch besuchen wir noch die berühmte römische Wölfin, die auf einer Säule am linken Eck des Senatorenpalastes steht. Von hier überblicken wir das Forum Romanum unser Blick geht entlang der Via Sacra bis zum Titusbogen. Dahinter sehen wir die Albaner Berge im Morgendunst. Auf dem Monte Cavo stand einst der Jupitertempel der alten Latiner.

Rekonstruktion des antiken Kapitols
Rekonstruktion des antiken Kapitols

Diese Aussicht schlägt die Brücke über Jahrtausende als hier noch ein alter etruskischer Priester in die gleiche Richtung schaute und versuchte aus dem Flug der Vögel den Willen der Götter zu lesen. Dessen Geheimnisse spüren wir hier noch heute.

Im Moment können wir Ihnen Rom leider nicht direkt zeigen. Aber gerne stillen wir Ihre Lust auf die Ewige Stadt mit einem virtuellen Stadtrundgang.

Diesen finden Sie hier.

So genau wie möglich soll dieser Rundgang sein. Sie dürfen ihn gerne Ausdrucken und auch vor Ort benutzen, wenn Sie wieder nach Rom reisen dürfen. Und wir bleiben in Übung beim Erzählen über Kunst, Geschichte und Menschen aus drei Jahrtausenden.

Dies ist ein Work in Progress Projekt. Dass heißt, der Rundgang wird nach und nach fertiggestellt. Schauen Sie immer mal wieder herein.

Und wenn es Ihnen gefallen hat, lassen Sie doch eine Spende da.

 

 

 

 

 

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Kapitol mit Santa Maria in Aracoeli und Senatorenpalast, Giovanni Battista Piranesi, 1757
Kapitol mit Santa Maria in Aracoeli und Senatorenpalast, Giovanni Battista Piranesi, 1757

Mark-Aurel-Statue auf dem Kapitolsplatz
Mark-Aurel-Statue auf dem Kapitolsplatz


Karte des Kapitols auf OpenStreetMap
Karte des Kapitols auf OpenStreetMap

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