• Ein Haus für Kaiser Commodus
    Dass die alten Römer wußten wie man gut lebt, ist ja eine Binsenweisheit. Doch wenn man die Villa der Quintilier an der Via Appia besucht, bzw. was davon übrig blieb, kommt man schon ins Grübeln, welche Ansprüche man heute an seinen Lebensstandard hat. Selbst Berlusconis Villa auf Sardinien wirkt bescheiden dagegen.

  • Margarethe von Österreich - die Madama von Rom

    Wenn man die italienischen Nachrichten anschaut, hört man fast täglich vom Palazzo Madama in Rom, denn hier tagt der italienische Senat. Da die Mehrheit der Koalition von Ministerpräsident Renzi hier viel fragiler ist als in der Abgeordnetenkammer, sind die Debatten hier viel spannender. Doch wer war diese Madame, die dem barocken Palast in der römischen Altstadt den Namen gab?

    Margarethe von Österreich
    Gemäldegalerie Berlin

    Der Anfang der Geschichte führt uns nach Belgien. 1521 war Kaiser Karl V. auf dem Schloss des Barons de Montigny in Oudenaarde bei Brüssel zu Gast und hatte dort ein kurzes Verhältnis mit der Zofe Johanna van der Gheynst. Das Ergebnis war am 28. Juli 1822 die Geburt von Margarethe. Damit wäre die Geschichte normalerweise auch schon zu Ende gewesen, doch, ganz unüblich für diese Zeit, Karl erkannte die Frucht seiner Liebelei als seine Tochter an und sorgte für eine standesgemäße Erziehung in Brüssel. Er hatte das Mädchen zur Figur im diplomatischen Spiel der Mächte erkoren.

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