Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt. Hier finden Sie aktuelle Artikel zu Rom und seiner Umgebung


Der Ursprung des Valentinstags in Rom

Eigentlich müsste ja heute in der Kirche Santa Maria in Cosmedin am römischen Tiberufer viel los sein. Nicht wegen der Bocca della Verità, dem Wahrheitsmund, berühmt durch die Filmszene mit Audrey Hepburn und Gregory Peck, der in der Vorhalle aufgestellt ist. Denn hier hat der Valentinstag seinen Ursprung.


Die letzten Tage war einmal ein anderer als der Trevibrunnen in den internationalen Schlagzeilen. Leider war der Anlass nicht sehr erfreulich. Letzten Mittwoch, 19. Februar, hatten sich Hooligans, Fans des holländischen Fußballclubs Rotterdam Feyenoord vor der Spanischen Treppe mit der sichtlich überforderten römischen Polizei eine Straßenschlacht geliefert.


Während in den meisten Regionen nördlich der Alpen die Menschen längst wieder in der Alltagroutine stecken feiern die Römer am 6. Januar den letzten Höhepunkt der Weihnachtsfesttage. Den Feiertag der Ankunft der Heiligen drei Könige, dessen offizieller Name Epiphanias lautet. Auf Italienisch ist der 6. Januar als Ableitung davon nur als Befana bekannt. In Italien treten dabei die Könige etwas in den Hintergrund.


Seit diesem Wochenende kann man wieder die Reste des prächtigen Goldenen Haus von Kaiser Nero in Rom besichtigen.

Als Nero seinen neuen Palast, die Domus Aurea (Goldenes Haus) einweihte, sagte er, dass er nun endlich eine Wohnung habe, die eines Menschen würdig sei. Dabei ist Haus reichlich untertrieben, bedeckte die Palastanlage doch ganze 80 Hektar. Die Domus, mit deren Bau nach dem Großen Brand 64 n.Chr. begonnen wurde, war die gigantischste Anlage, die ein römischer Herrscher bis dahin für sich errichtet hatte. Ein Komplex aus Pavillons, Säulenhallen und Portiken, der einen Park mit einem großen künstlichen See umschloß.


Roman Holiday

Heute vor 61 Jahren kam ein Film in die Kinos, der vielleicht immer noch der schönste Film ist, der in Rom spielt. Roman Holiday, auf Deutsch ein Herz und eine Krone. Der Film ist eine beschwingte Romanze, zwischen der Prinzessin (Audrey Hepburn) eines nicht genannten Landes, die während eines Staatsbesuchs in Rom aus dem Protokoll ausbüxt und einem amerikanischen Journalisten (Gregory Peck), der in der Begegnung mit ihr die Story seines Lebens widmet.


Archäologische Ausgrabungen an der Via Portuense

Ich hatte die Gelegenheit eine Ausgrabung in einem römischen Vorort zu besuchen. An der Via Portuense, unter einer Eisenbahnbrücke, im gleichnamigen Stadtviertel im Südwesten Roms wird schon seit geraumer Zeit ein Komplex ausgegraben, dessen Kern eine Mansio bildete. Eine Mansio ist in etwa mit einer heutigen Autobahnraststätte zu vergleichen. Mansiones gab es spätestens seit der Zeit von Kaiser Augustus an allen römischen Überlandstraßen. Wer schnell unterwegs sein wollte, wechselte alle 10 km die Pferde und fand dafür regelmäßig eine Mutatio mit ca. 40 Tieren. Mansiones boten den Reisenden weitere Bequemlichkeiten.


Alles spricht dafür, dass dieses Jahr eine Rekordzahl von Flüchtlingen übers Mittelmeer kommt. Bisher waren es über 50 000, die in schrottreifen Booten meist die süditalienische Küste erreicht haben. Damit nach einem halben Jahr schon mehr als im ganzen Jahr 2013 (43 000). Ungezählt sind die, die nicht angekommen sind. Die Schicksale blitzten kurz in den Nachrichten auf, wenn es zu einer Tragödie wwie vor Lampedusa kommt. Die Reporter Wolfgang Bauer und Stanislav Krupar von der Zeit haben sich verkleidet in eine Flüchtlingsgruppe geschmuggelt und machten in einer eindrucksvollen Reportage Einzelgeschichten sichtbar, die hinter den nackten Zahlen stehen.


Vierzig Stunden Gebet

Zu Ostern steht natürlich der Papst in Rom im Mittelpunkt. Zwischen Palmsonntag und Ostern kann man ihn fast täglich bei verschiedenen Ereignissen erleben. Seit der Papst Franziskus heißt, sind dies alles Massenereignisse. Wer z.B. mit dem Papst den Kreuzweg am Kolosseum am Karfreitag zelebrieren möchte, sollte sich schon drei Stunden vorher einfinden um einen guten Platz zu bekommen. Doch ich kann noch eine atmosphärisch sehr schöne Alternative empfehlen.


Der Ponte Sisto ist die einzige Renaissancebrücke Roms. Er soll im nächsten James-Bond-Film eine Rolle spielen.

Stadtplanung war und ist in Rom immer eine schwierige Angelegenheit. Meist findet sie erst statt, wenn es wieder heißt: „Oh Schreck, demnächst gibt es wieder ein Heiliges Jahr. Wo tun wir nur die ganzen Pilger hin.“ So war das auch, als unter Papst Sixtus IV. das Heilige Jahr 1475 nahte.


Die Ewige Stadt

Rom, das ist das Sehnsuchtsziel der Deutschen. Keine andere Stadt war im letzten Jahr das Ziel von sovielen Touristen. Zu Recht. Denn nirgends auf der Welt bekommt man soviel Kunst und Geschichte hautnah geboten. Rom war der Ausgangspunkt, von dem aus Europa immer wieder erfunden wurde.

Das Römische Reich brachte zum ersten Mal Kultur, Lebensstandard und Sicherheit für den ganzen Kontinent. Danach trat das Christentum von Rom aus seinen Siegeszug an. Und als Martin Luther gegen den Papst mobil machte, konterte Rom mit der Erfindung des Barock.

Folgerichtig erlebte die Europäische Union 1957 ihre Geburtsstunde auf dem römischen Kapitol.

Doch Rom ist mehr als Kolosseum und Petersdom, als Forum Romanum und Spanische Treppe. Rom ist auch mediterrane Lebensart, Mode und italienisches Essen.

Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen und leichten Mädchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben sie in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt.

 

Essen in Rom kann ein wunderbares Erlebnis sein. Lassen Sie sich auf die Römische Küche ein und entdecken Sie auf Märkten und Geschäften leckere Lebensmittel aus dem Umland und hervorragende Weine. Wenn Sie aufpassen, tappen Sie nicht in Touristenfallen und genießen ein kulinarisches Erlebnis.



Via Appia Antica

Die Via Appia Antica gilt als das längste Museum der Welt. Auf 18 km, ab der Porta Capena beim Circus Maximus bis nach Frattocchie, ist die älteste römische Konsularstraße, teilweise noch mit ihrem antiken Pflaster, erhalten. Dann vereinigt sie sich mit der Via Appia Nuova um als normale Staatsstraße weitere 560 km bis zum süditalienischen Hafen Brindisi zu führen.

Ab dem Jahr 312 v. Chr. ließ der Konsul Appius Claudius Caecus die Straße Richtung Capua vor Neapel anlegen, die seinen Namen unsterblich machen sollte. Es ging ihm vor allem darum schneller Truppen im Krieg gegen das Volk der Samniten verlegen zu können. Erst als die Straße 120 Jahre später nach Brindisi verlängert wurde, entwickelte sie sich zur wichtigsten Handelsstraße des Römischen Reichs. Noch heute markieren dort zwei Säulen das Ende des Wegs.

Die Via Appia ist noch heute von Gräbern in unterschiedlichster Form gesäumt. Da in der Antike die Bestattung von Toten innerhalb der Städte verboten war, wich man an die Ausfallstraßen aus. Nicht zuletzt mit dem Ziel Reisende durch monumentale Familienmausoleen zu beeindrucken. Die ärmeren Römer wurden in zweiter und dritter Reihe begraben oder schließlich (nicht nur Christen) in unterirdischen Katakomben. Doch gibt es entlang der Straße auch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Straße und etliche Einzelaspekte.

Erleben Sie die Via Appia Antica bei einer geführten Wanderung. Spüren Sie 2000 Jahre Geschichte in römischer Landschaft.

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, den es in seiner heutigen Form seit den Lateranverträgen von 1929 gibt. In gewisser Weise ist er damit Nachfolger des Kirchenstaats der zu seinem Höhepunkt ganz Mittelitalien umfasste und der 1870 nach der Eroberung durch Garibaldi an das Königreich Italien fiel. Staatsoberhaupt und gleichzeitig Bischof von Rom ist der Papst.

Die Bischofskirche des Papstes und damit die erste Kirche in der Hierarchie der katholischen Kirche ist die Lateransbasilika, keineswegs der Petersdom. Der Petersdom ist trotzdem das wichtigste Pilgerziel, die größte Kirche Roms und eines der größten Gotteshäuser der Welt. weiterlesen

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.